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Zur Rede von der Jüdisch-Christlichen Kultur Europas

Vortrag von Prof. Dr. Hanspeter Heinz, Augsburg

21. November 2011

Karmel-Begegnungsstätte - 19.30 bis 21.45 Uhr
Karmelplatz 3, DU-Mitte


Seit Bundespräsident Christian Wulffs im Grunde lapidarer Feststellung, dass auch der Islam zu Deutschland gehöre, haben Teile der Politik und Öffentlichkeit die christlich-jüdische Kultur“, „jüdisch-christlich Tradition“ und/oder das „jüdisch-christliche Erbe“ Europas wiederentdeckt – und führen es im Sinne einer deutschen Leitkultur gegen die Äußerung des Bundespräsidenten ins Feld.

Abgesehen davon, dass all diese jüdisch-christlichen Kombinationsfiguren reichlich geschichtsvergessen sind, erweist sich vor allem auch ein weiterer Aspekt in dieser Debatte als problematisch: Die neue Feier eines vorgeblich tausendjährigen Miteinanders von Juden und Christen wird allzu oft zu einer politischen Instrumentalisierung der Juden gegen den Islam missbraucht.

Vor diesem Hintergrund setzt sich der katholische Theologe Hanspeter Heinz in diesem Aktuellen Gespräch kritisch mit den Thesen diese jüdisch-christlichen Kombinationsrhetorik auseinander und ordnet ihre historischen und theologischen Bezüge.

Hanspeter Heinz war Professor für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg. Er leitet den Gesprächskreis „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken, der in diesem Jahr sein 40jähriges Jubiläum feiern kann.