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Die Geschichte der Griechischen Juden

Vortrag von Loukas Lymperopoulos

21. Oktober 1014


Kath. Stadthaus - 18.30 – 20.00 Uhr
Wieberplatz 2, DU-Mitte


Seit der Antike ist die Existenz jüdischer Gemeinden in Griechenland dokumentiert. Archäologische Funde und überlieferte Texte wie z.B. die Apostelbriefe des Paulus legen Zeugnis davon ab. In den späteren Jahrhunderten nahm die Anzahl der Gemeinden zu. Sie waren zahlenmäßig relativ klein und fast über das ganze Land verteilt.

Nach der Rückeroberung Spaniens durch die Christen wurden im Jahr 1492 die sephardischen Juden, die nicht konvertieren wollten, vertrieben. Tausende kamen in das Osmanische Reich und viele ließen sich Saloniki nieder, so dass die Stadt später als das „Jerusalem des Balkans“ bezeichnet wurde. Auch aus anderen europäischen Regionen (Italien, Zentraleuropa usw.) kamen die Juden zu verschiedenen Zeiten nach Griechenland. Zu Beginn der Zweiten Weltkrieges lebten in Griechenland ca. 77 000 Juden, davon etwa 50000 in Saloniki.

Im April 1941 überfielen die Nazis Griechenland. Die Schreckensherrschaft dauerte bis Oktober 1944. Dem Holocaust sind ca. 67 000 griechische Juden zum Opfer gefallen, Griechenland hat mit 86% nach Polen mit 91% die höchsten Verluste an Menschen jüdischen Glaubens. Nach dem Ende des Krieges waren viele Gemeinden völlig ausgelöscht. Von den Überlebenden kamen einige nach Griechenland zurück, andere wanderten nach Palästina oder in die USA aus. Heute leben die meisten griechischen Juden in Athen oder Saloniki.

Es wird in dem Vortrag ein kurzer historischer Überblick von der Antike bis Mitte des 19. Jahrhunderts gegeben.  Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit danach.

Loukas Lymperopoulos M.A.,  geb. 1952, ist Studienrat und langjähriger Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg.

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Kath. Bildungswerk Duisburg